Als sich 1995 “Das Modul” mit dem auf 90s-Rave gedrehten NDW-Klassiker “Computerliebe” durch die deutschen Singlecharts spülte, da ahnte sicherlich noch niemand, dass nur zwei Jahrzehnte später Liebe nicht mehr nur durch den Magen, sondern auch durchs Netz gehen würde. Auch wenn gefühlt mindestens jede*r Zweite mit stoischer Regelmäßigkeit über Tinder, Gindr & Co. zu schimpfen scheint: Onlinedating steht in Umfragen heute an Platz 2 der Orte und Wege, wie Liebespaare in Deutschland sich kennengelernt haben. Was sagt das über uns aus? Warum sind Dating-Apps so furchtbar oberflächlich? Was war das schlimmste Date? Und warum war Onlinedating für Gays schon 2003 normal?
Onlinedating über Smartphones, für unsere Großeltern wäre das wohl pure Fiktion gewesen. Gefunden haben sie sich trotzdem, irgendwie, irgendwo, irgendwann. Und jetzt, während wir, ihre Enkel, ganz langsam älter und größer und grauer, aber leider nur potenziell weiser werden, verschwinden die Omas und Opas so langsam. Und mit ihnen ihre Geschichten. Erst aus dem Alltag, dann aus dem Leben, irgendwann - leider - auch aus den Gedanken. Halten wir doch kurz mal inne: Wie war das damals mit Oma auf Tour? Mit Opa beim Abendbrot? Was haben sie uns gelehrt, erzählt, erleben lassen? Und warum geht oder ging die Zeit mit ihnen so schnell vorbei, fast wie auf Speed?
Antje und Ingo in der neunten Folge von 20359 über verblasste Kindheitserinnerungen, Furunkel beim Candle Light Dinner und Kieztauben im Innenhof.
Die Playlist zum Podcast:
https://open.spotify.com/playlist/2dssJxePLZRN5XAgfQ5wRM?si=_Mka75opSmi4cFz0vs2iNQ


