Oben Hemd, unten nix und so ins nächste Meeting? Mobiles Arbeiten machts möglich. In Schallgeschwindigkeit hat die Corona-Pandemie unsere Arbeitswelt verändert. Mal kurz laufen gehen in der Mittagspause, morgens zwischen den Meetings fix zum Markt, Lunchen hier im Viertel und morgens keine U-Bahn mehr. Frohe neue Arbeitswelt. Zumindest in unserer Blase, denn vielen Menschen geht es anders. Und, überhaupt: Ist dieses Remote Work echt so geil, wie es über den grünen Klee gelobt wird? Was tun, wenn Privatleben und Beruf zum pandemischen Homeoffice-Einheitsbrei verschwimmen? Wenn man Kolleg*innen nur noch digital sieht? Ist das diese neue Arbeitswelt, die wir immer alle wollten?
Zurück im Büro sind wir in Hamburg sicher schneller als zurück im Club. Anders in Tel Aviv: Längst sind dort wieder erste Discos auf, erste Bars, Restaurants, Cafés. Während hier auf St. Pauli grad Ausgangssperre gilt. Wie war das noch, als wir das letzte Mal trunken vor Glück und vor Gin im Morgengrauen - von dem wir nichts wussten - durch nikotingeschwängerten Lasernebel stolperten, umgeben von Stroboskopen und Körpern und drückendem Bass? Als wir wie Nachtfalter entrückt ins DJ-Licht blickten und still und heimlich hofften, diese Nacht möge niemals enden? Wann endlich können wir uns wieder alltagsflüchten in Konzertschuppen, Kiezclubs, Backsteinkeller? Und wie wird es wohl sein, dieses erste Feiern nach der Pandemie?
Antje und Ingo in der fünften Folge von 20359 über Ergonomie am Esstisch, Masken in Bierlachen und der Sehnsucht nach was Besseres.
Die Playlist zum Podcast auf Spotify:
https://open.spotify.com/playlist/2dssJxePLZRN5XAgfQ5wRM?si=_Mka75opSmi4cFz0vs2iNQWeitere Links:
https://www.zeit.de/entdecken/reisen/2021-03/israel-nachtleben-tel-aviv-corona-impfung-lockerungen-pandemie https://www.instagram.com/awkward_anfuehrungszeichen/?hl=de


